Onlinepraxis · Deutschlandweit

Online-Psychotherapie

Onlinepraxis

Online und persönlich

Online-Therapie ermöglicht eine therapeutische Begegnung unabhängig vom Ort. Meine langjährigen Erfahrungen mit Onlinetherapie zeigen, dass auch über Video eine vertrauensvolle und intensive therapeutische Beziehung entsteht – ebenso wie im direkten Kontakt vor Ort.

Die Möglichkeit, die Therapie von einem vertrauten Ort aus wahrzunehmen, kann für manche Menschen eine wertvolle Unterstützung sein und den Zugang zur Psychotherapie erleichtern.

Ergänzend zur Online-Therapie sind persönliche Gespräche in meiner Praxis in Rhens am Rhein möglich – sowohl zu Beginn als auch im weiteren Verlauf der Therapie, wenn dies sinnvoll oder erforderlich ist.

So funktioniert es

  • 01PC, Tablet oder Handy — kein zusätzliches Programm nötig
  • 02Kamera und Mikrofon (in fast allen Geräten bereits eingebaut)
  • 03Ruhiger Ort mit stabiler Internetverbindung
  • 04KBV-zertifizierter Videodienstanbieter
  • 05Strikte Einhaltung der Datenschutzrichtlinien — vertraulich und sicher

KBV-Zertifizierung bedeutet: der Anbieter erfüllt die strengen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Wann ist eine Therapie sinnvoll?

Vielleicht erleben Sie immer wieder ähnliche Situationen, Gefühle oder Beziehungsmuster. Vielleicht haben Sie auch schon vieles verstanden und versucht, etwas zu verändern. 

Eine Therapie ist sinnvoll und hilfreich, wenn Sie leiden — zum Beispiel darunter, dass…

  • —Sie traurig, deprimiert und kraftlos sind
  • —Ihnen alles zu viel ist und Sie immer wieder zweifeln
  • —Sie immer wieder Angst und Panik haben
  • —Sie das Gefühl haben, Ihr eigener größter Feind zu sein
  • —Sie nicht aus alten ungesunden Mustern herauskommen
  • —Sie sich ausgebrannt oder fremdbestimmt fühlen
  • —Sie die gleichen schrecklichen Erinnerungen, die Sie vergessen wollen, immer wieder erleben
  • —Wut, Trauer, Angst oder innere Leere fortwährend da sind
  • —Sie in einer Krise stecken

Rahmen und Ablauf

Die Häufigkeit der Sitzungen richtet sich nach Ihrem Anliegen und Ihrer individuellen Situation. Sowohl regelmäßige Termine als auch größere Abstände zwischen den Sitzungen können sinnvoll sein.

Auch der therapeutische Prozess selbst ist Gegenstand eines offenen Austauschs. Wir schauen gemeinsam, was hilfreich ist und ob Veränderungen im Vorgehen sinnvoll sind.

Praktisches

  • KostenübernahmeEine Abrechnung ist für privat Krankenversicherte, Beihilfeberechtigte sowie Selbstzahlende möglich.
  • Honorar für Privatversicherte und BeihilfeDie Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).
  • Honorar für SelbstzahlendeDas Honorar beträgt 150 € pro Sitzung und orientiert sich ebenfalls an der GOP. Dies gilt auch für den ersten Termin, der als reguläre therapeutische Sitzung abgerechnet wird.
  • Telefonische SprechzeitDonnerstags 11:50–13:30 Uhr

Die Abrechnung als Selbstzahler erfolgt außerhalb der Krankenversicherung — es gibt keine Meldung an die Krankenkasse, an Behörden oder Versicherungen. Das kann besonders wichtig sein vor einer Verbeamtung oder vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Hintergrund

Therapeutische Grundlagen

Die folgenden therapeutischen Ansätze prägen meine Arbeitsweise und bilden die Grundlage meiner psychotherapeutischen Tätigkeit. Im Laufe meiner langjährigen Berufserfahrung haben sie sich zu einem integrativen Verständnis von Psychotherapie verbunden, das sich an den individuellen Bedürfnissen und Anliegen der Menschen orientiert. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt seit über 20 Jahren im Bereich der Traumatherapie. Traumatherapeutische Erkenntnisse sind dabei nicht nur bei Traumafolgestörungen im engeren Sinne bedeutsam. Auch bei vielen anderen psychischen Belastungen und Störungsbildern spielen Erfahrungen und Verarbeitungsprozesse eine Rolle, die sich mit traumatherapeutischen Erkenntnissen besser verstehen lassen. Die therapeutische Arbeit beschränkt sich dabei nicht auf das Gespräch. Je nach Anliegen können u.a. innere Bilder, fokussierte Körperwahrnehmung oder systemische Elemente mit Aufstellungen einbezogen werden – mit dem Ziel, innere Zusammenhänge besser zu verstehen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und neue Möglichkeiten des Erlebens und Handelns zu entwickeln.

Die Kernstücke der Verhaltenstherapie bilden „Verhaltensanalyse" und „Exposition", die gemeinsam Selbsterkenntnis und innere Stärke aber auch innere Beweglichkeit fördern können.

Bei der Verhaltensanalyse geht es um genaues Hinsehen und Verstehen, was eigentlich passiert und was alles in die Situation und das eigene Handeln hineinwirkt. So kann man sich selbst immer besser verstehen. Meist ergeben sich allein durch diese Erkenntnisse schon grundlegende Veränderungen.

Bei der Exposition geht es um das Zulassen dessen, was da ist, um so alle Gefühle und inneren Zustände zu durchleben. Somit kommt es zu einer neuen inneren Verarbeitung und einer Stärkung der Fähigkeit, mit allen Gefühlszuständen umgehen zu können. Letztendlich geht es hier auch um die Förderung einer Grundhaltung, bei der man sich aktiv mit allem auseinandersetzt was äußerlich und innerlich passiert.

Wenn wir ein psychisches Problem haben, verlieren wir in der Regel den Kontakt zur Realität des gegenwärtigen Moments, weil wir meist vollkommen mit unseren Gedanken, Sorgen und Ängsten beschäftigt sind. Dadurch können wir nicht mehr flexibel und der Situation angemessen handeln. Wir werden immer unzufriedener und versuchen gleichzeitig die damit verbundenen unangenehmen Gefühle zu vermeiden. Bei diesem Ansatz geht es darum, wieder Flexibilität und Präsenz im Moment zu erreichen, uns unsere bedeutsamen wahren inneren Werte und „unsere Antwort auf das Leben" bewusst zu machen und dementsprechend zu handeln (Commitment). Dabei spielen Akzeptanz (Acceptance) dessen was ist, auch wenn es uns gerade nicht gefällt, sowie Achtsamkeit (Mindfulness) eine entscheidende Rolle für Entwicklungsprozesse.

Schemata beinhalten Muster aus Erinnerungen, Gefühlen, Gedanken und Körperempfindungen und sind in der Kindheit erworben. Sie steuern das Verhalten. „Maladaptive" Schemata entwickeln sich, wenn kindliche Kernbedürfnisse nicht erfüllt werden (nach Sicherheit und Bindung, Autonomie, Spontanität, Grenzen, Freiheit im Ausdruck von Bedürfnissen und Gefühlen). Ihr ursprüngliches Ziel war es, vor erneuten Verletzungen zu „schützen". Im Erwachsenenleben bewirken sie jedoch Unfreiheit und das Gegenteil von Schutz: das Erleben wird stark verzerrt und es kommt immer wieder zu den gleichen leidvollen Erfahrungen. Hier liegt die Erkenntnis mehrerer abgespaltener innerer Anteile zugrunde. Es geht auch hier um das vorurteilsfreie und umfassende innere Anschauen und Erleben aller inneren Zustände und Anteile. Dabei spielt auch das verletzte „innere Kind" eine große Rolle.

Ein Trauma entsteht, wenn ein Ereignis als höchst bedrohlich erlebt wird und die individuellen Bewältigungsmöglichkeiten überschreitet. Solche Ereignisse werden auf besondere Weise im Gehirn abgespeichert, sind mit einer Entgleisung der Stresshormone verbunden und können so auch Jahre später noch eine intensive, angstvolle und beeinträchtigende Wirkung auf die Gegenwart ausüben. Manchmal sind solche Erinnerungen aber auch vom Bewusstsein abgespalten und nicht erinnerbar, wobei jedoch typische Symptome vorhanden sein können. In der Traumatherapie geht es um eine zunehmende Verarbeitung und Integration traumatischer Erlebnisse und eine Verbesserung der Fähigkeit, mit assoziierten Gefühlszuständen umgehen zu können. Auch hier werden Selbstheilungskräfte wirksam.

Die Hirnforschung bestätigt immer mehr, was schon alten Weisheitslehren zugrunde liegt und was stellenweise schon lange Teil therapeutischen Arbeitens ist. So z.B. die Bedeutsamkeit eines wertungsfreien offenen Gewahrseins innerer Prozesse. Außerdem ist jetzt auch hirnphysiologisch nachgewiesen, dass die emotionalen Schaltkreise im Gehirn ein hohes Ausmaß an Formbarkeit, also „Neuroplastizität" aufweisen, was ja die Grundlage für die Veränderung emotionaler Muster ist. Und da sich das Gehirn ein Leben lang entwickelt, können in uns also ein Leben lang Veränderungen stattfinden – bis zum Tode! Meist verhindern wir diese Lebendigkeit jedoch mit unseren Wertungen von „gut und schlecht", „richtig und falsch" und unserer ständigen Kontrolle.

Das bewusste offene Nach-Innen-Schauen, bei dem wir den Geist und alle Gefühle offen wahrnehmen, hilft uns unter anderem, wenn unangenehme Gefühlszustände aktiviert sind. Wesentlich ist hier „Dabeizubleiben": anstatt unangenehme Gefühlszustände zu vermeiden oder möglichst schnell „in den Griff" zu bekommen, geht es darum, die Kraft des Geistes dazu einzusetzen, einfach nur neugierig und offen zu bleiben und seine Innenwelt mit allem, was dort passiert, zu erleben. Hierzu gehört auch die Bewußtwerdung des inneren Widerstandes, des "Nein, ich will nicht", meist verbunden mit Verurteilung und Abwertung. Dieser verhindert oft, dass Empfindungen, innere Prozesse und Motive bewusst werden. Aber erst dann kann Veränderung und Heilung stattfinden. Wenn innere Abläufe bewusst werden, müssen wir uns nicht weiterhin „blind" von ihnen mitreißen lassen. Durch unsere innere Aufmerksamkeit können wir uns besser kennenlernen und Veränderung kann geschehen. Wir können "stehen bleiben" und es entstehen neue Handlungsmöglichkeiten. Weiterhin wird so ein gesunder Umgang mit Gefühlen gefördert, da Gefühle weder unterdrückt noch verstärkt ("reinsteigern") werden und nach einiger Zeit von selbst wieder abklingen können. Körperlich geht dies tatsächlich mit einer Veränderung der Hirnstruktur einher: Es werden Schaltkreise im Gehirn aktiviert, die zu Elastizität (Resilienz) und Wohlbefinden führen und die Mitgefühl zugrunde liegen. Es wird auch mehr Integration erreicht, die es ermöglicht, flexibler und freier zu sein und zu handeln. Alte Muster verlieren so immer mehr an Einfluss. Weiterhin verbinden sich getrennte Einheiten miteinander, wodurch auch die Bedingung für Kreativität, also auch für spontanes Handeln verbessert wird, wenn linke und rechte Gehirnhälfte zusammenspielen. Die Aktivität dessen, was wir Gehirn nennen, findet jedoch nicht nur im Kopf statt. Das Herz, der Darm, aber auch alle anderen Organe besitzen ein ausgedehntes Netz von Nerven, die komplexe Informationen verarbeiten. Dies erleben wir oft bewußt, wenn wir intuitiv entscheiden, aus einem "Bauchgefühl" heraus.

Kreativität wird in der Kreativitätsforschung verstanden als Neuschöpfungsprozess, bei dem sowohl Aktivität und wache Präsenz als auch geschehen lassen entscheidend sind. Hinderlich sind danach u. a.: Ängste, Druck, Perfektion, Fixierung auf ein Ziel und einen Lösungsweg, Angst vor Fehlern, Schranken im Kopf, alte Glaubenssätze, gedankliche Schranken, Konformitätsdruck, fehlende Autonomie und fehlende innere Stärke.

Dies sind direkt oder indirekt immer auch Gründe, weswegen eine Therapie initiiert wird. Somit kann Therapie auch als Weg zu einem „kreativeren Leben" verstanden werden. Dabei scheint die zunächst paradox anmutende Gleichzeitigkeit von Tun und geschehen lassen bzw. Aktivität und Loslassen des Eigenwillens eine bedeutsame Rolle zu spielen. Hier kommt es schließlich auch zu Überschneidungen mit „Achtsamkeit" und „Meditation" als Phänomene, in denen eine wache, annehmende und umfassende Präsenz besteht, ohne Einmischungen des „Ego" zu folgen. Ein weiteres Ergebnis der Kreativitätsforschung: Ohne "Fehler" keine Weiterentwicklung! Insofern geht es auch um eine Stärkung des Mutes, "Fehler" zu riskieren.

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